Buchenschutzgebiet muss bleiben.

Besuch im Steigerwald am 17.6.14

Der Steigerwald zählt zu den wichtigsten Buchenwäldern Deutschlands. Ohne jeden fachlichen Zweifel hat er das Potential als Weltnaturerbe anerkannt zu werden. Dazu müsste aber eine ausreichend große Fläche Natur sich selbst überlassen werden und unter gesetzlichen Schutzstatus gestellt werden. Genau dies hatte der ehemalige Bamberger Landrat zum Ende seiner Amtszeit getan. Die Staatsregierung hat dem massiven Protest der Nationalparkgegner unter Anführung von Staatssekretär Eck Rechnung getragen und den neuen Landrat Kalb unter Druck gesetzt, die Verordnung zurückzunehmen.

„Statt die Vorbehalte der Nationalparkgegner mit ihren nicht haltbaren Behauptungen zu schüren, sollte man die Chancen einen Weltnaturerbes und Nationalparks Steigerwald für den Tourismus in Franken nutzen“, so Markus Ganserer bei seinem heutigen Besuch im Steigerwald.

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Der „Hohe Buchene Wald im Ebracher Forst“ ist 757 Hektar groß – davon sollen 393 Hektar aus der forstwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen werden, wenn der geschützte Landschaftsbestandteil bestehen bleibe. Auch die naturnahe Forstwirtschaft mit kleinen Trittsteinbiotopen und Totholzinseln reicht nicht aus um die ganze Biodiversität eines unberührten Buchenwaldes im vollen Umfang zu erhalten. Gerade die bedrohten, im Totholz und in alten Bäumen lebenden Arten, können nur durch den Verzicht auf die forstliche Nutzung überleben, wie Untersuchungen aus Naturwaldreservaten belegen.

Jahresgewinn von 80 Millionen Euro

Jährlich wird aus dem Staatswald ein Jahresgewinn von 70 und zuletzt sogar von 80 Millionen Euro heraus gewirtschaftet. Ein Verzicht der Forstlichen Nutzung auf den 393 Hektar im Schutzgebiet im Steigerwald würde diesen gerade einmal um rund 30.000 € schmälern. „Dies sollte uns der mögliche „UNESCO-Weltnaturerbe“-Titel im Steigerwald und die daraus ergebenden Chancen für die Region allemal wert sein“, so Ganserer.

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