Regelmäßig führe ich ehrenamtlich Waldführungen durch. Als Dipl. Ingenieur für Wald und Forstwirtschaft ist dies mein Handwerkszeug und Leidenschaft, denn nur was die Menschen kennen, schützen sie auch. Und der Wald kann uns so viel geben!

Grünes Waldprogram

Grüne Bundes- und Landespolitiker legen Bund-Länder-Programm Wald- und Holzwirtschaft vor

Regelmäßig führe ich ehrenamtlich Waldführungen durch. Als Dipl. Ingenieur für Wald und Forstwirtschaft ist dies mein Handwerkszeug und Leidenschaft, denn nur was die Menschen kennen, schützen sie auch. Und der Wald kann uns so viel geben!

Regelmäßig führe ich ehrenamtlich Waldführungen durch. Als Dipl. Ingenieur für Wald und Forstwirtschaft ist dies mein Handwerkszeug und Leidenschaft, denn nur was die Menschen kennen, schützen sie auch. Und der Wald kann uns so viel geben!

Mehrere Bundes- und Landespolitiker von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben ein „Bund-Länder-Programm Wald- und Holzwirtschaft“ vorgelegt, mit dem sie darlegen, welche Maßnahmen aus bündnisgrüner Sicht im Bereich der Waldpolitik in Bund und Ländern ergriffen werden sollten.
Mitautor und Grüner Bezirksvorsitzender Markus Ganserer fordert: „Die beiden gleichrangigen Ziele Klimaschutz und Waldnaturschutz dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden“. „Eine maximierte Holzproduktion ohne jede Rücksicht auf den Naturschutz ist keine sinnvolle Option – genauso wenig wie ein Naturschutz, der sich nicht darum schert, dass die Wirtschaft auf Holz angewiesen ist“. Unterstützung erfährt Ganserer bei dieser Position von Cornelia Behm, Sprecherin für Waldpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
In ihrem Bund-Länder-Programm Wald- und Holzwirtschaft formulieren die Bündnisgrünen naturnahe Wälder als zentrales Ziel der Waldpolitik von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der begrenzte Rohstoff Holz müsse in naturnah bewirtschafteten Wäldern so nachhaltig und naturverträglich wie möglich bereitgestellt werden. Im Hinblick auf den Klimawandel ist der Waldumbau eine zentrale Zukunftsaufgabe und muss dringend fortgesetzt werden. Dies stellt gerade den Privatwald vor enorme Herausforderungen. „Hier muss die Landespolitik nicht nur mehr Fördergelder sondern auch ausreichend Personal in der Privatwaldberatung bereit stellen“, so Ganserer.
Einen hohen Stellenwert nimmt – für ein bündnisgrünes Programm selbstverständlich – auch der Waldnaturschutz ein. Das Ziel auf fünf Prozent der Waldfläche eine ungestörte natürliche Walddynamik zu zulassen wollen sie umsetzen.

In dem Papier legen die Grünen-PolitikerInnen ein klares Bekenntnis zur Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes im Überwiegenden Teil der Wälder ab. Da aber auch der Rohstoff Holz nur begrenzt zur Verfügung steht, legen die Bündnisgrünen einen großen Fokus auf eine Steigerung Ressourceneffizienz bei der Holznutzung. Ziel müsse es sein, aus weniger Holz mehr Wohlstand zu schöpfen als bisher. Dazu müsse der mengenmäßige Einsatz von Holz im energetischen Bereich gebremst, die Effektivität z.B. durch Modernisierung von Öfen erhöht und mehr Holzprodukte recycelt werden. Daneben wollen sie auch Maßnahmen zur Mobilisierung von Holz aus dem Kleinprivatwald ergreifen und die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse stärken.
Zentral sei auch eine Überarbeitung des Jagdrechtes. Den Autoren nach ist ein ganzes Bündel von rechtlichen und behördlichen Maßnahmen notwendig, um den heutigen tier- und naturschutzpolitischen sowie waldbaulichen Anforderungen an die Jagd gerecht zu werden.

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