Ortsumfahrung Stein

Pressemitteilung
14. August 2014

Die Antwort der Staatsregierung auf die schriftliche Anfrage von Markus Ganserer zur Ortsumfahrung Stein offenbart unkoordinierte Planungswut der Staatsregierung.

So ist die Untersuchung möglicher Auswirkungen auf das nachgeordnete Straßennetz völlig unzureichend. „Dabei liegt es auf der Hand, dass der Bau der Ortsumfahrung auf Grundlage der vorliegenden Planung unweigerlich zu einer zusätzlichen Belastung der Anwohner am Frankenschnellweg im Bereich Werderau führen wird“, meint Markus Ganserer. Gerade im Hinblick auf die Ausbaupläne für den Franken¬schnellweg und die damit drohenden Grenzwertüber¬schrei-tungen bei Luftschadstoffen im Bereich des Tunneleingangs müsse sich die Stadt Nürnberg eindeutig kritisch zu diesem Projekt positionieren. „Das ist aber anscheinend nicht gefragt, denn die Kommunen wurden in die bisherige Planung überhaupt nicht mit einbezogen.“

Auch das übergeordnete Ziel, die B14 als Verbindung zwischen Ansbach und Nürnberg auszubauen, muss kritisch hinterfragt werden. Als leistungs¬fähige Verbindung zwischen den beiden Städten existiert bereits die A6, welche derzeit ausgebaut wird und weiter ausgebaut werden soll. In Anbetracht der Tatsache, dass zur Realisierung aller von Bayern gemeldeten Projekte rund 160 Jahre benötigt würden, ist der parallele Ausbau der B14 zur A6 verkehrstechnisch zweifelhaft und finanztechnisch absolut ineffizient.

Selbstverständlich hält Markus Ganserer die Interessen von Stein, den Verkehr innerörtlich zu reduzieren, für legitim. Allerdings wendet er kritisch ein, dass vor der Anmeldung zum Bundesverkehrswegeplan nicht einmal der Anteil an Durchgangsverkehr ermittelt worden ist. „So kann man doch gar keinen möglichen Nutzen einer Ortsumfahrung abschätzen. Die Zahlen der Staatsregierung lassen ja sogar darauf schließen dass ein sehr hoher Anteil an der Ortsdurchfahrt in Stein Ziel- und Quellverkehr ist.“ Aus diesem Grund und auch in Anbetracht der erwarteten Unterhaltskosten sollte die Gemeinde Stein erneut darüber nachdenken, wie die ÖPNV-Anbindung an Nürnberg ausgebaut werden kann.

Die Antwort auf die schriftliche Anfrage finden Sie hier

2014_08_01_Antwort_Ortsumgehung Stein

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