2. Röhre: Herrmann muss jetzt die Reißleine ziehen

Pressemitteilung 19. August 2014

Landtags-Grüne lehnen weitere Haushalts-Risiken für den Freistaat ab

München (19.8.2014/hla). „Mit der heutigen Ankündigung eines Kostendeckels bei 2,1 Milliarden Euro ist der Handlungsspielraum Bayerns bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München klar abgesteckt“, stellt Markus Ganserer, verkehrspolitischer Sprecher der Landtags-Grünen, fest. Und ergänzt: „…das wird aber nicht ausreichen.“

Weitere Kostensteigerungen liegen nach Meinung der Landtags-Grünen auf der Hand. Selbst die DB AG als Projektträgerin gehe mittlerweile in internen Berechnungen von Baukosten in Höhe von 2,4 bzw. 2,57 Mrd. Euro aus. „Und auch bei diesen Schätzungen zeigt die Erfahrung mit öffentlichen Bauprojekten: Sie sind meist zu tief angesetzt“, so Markus Ganserer. Er betont, dass der Freistaat  keine weiteren Haushaltsrisiken für das CSU-Prestigeprojekt „2. Röhre“ eingehen dürfe. Die Landespolitik trage Verantwortung nicht nur für die verkehrliche Entwicklung in München, sondern im gesamten Land. „Wenn wir die 2. Röhre mit all ihren Unwägbarkeiten angehen, fehlt das Geld für die Finanzierung und Realisierung zahlreicher dringend notwendiger Nahverkehrsprojekte in ganz Bayern. Herrmann muss nun endlich die Reißleine ziehen und sich von dem Projekt verabschieden“, fordert Markus Ganserer.

Die Alternativvorschläge unabhängiger Verkehrsplaner und der Landtags-Grünen lägen seit langem auf dem Tisch. „Perspektivisch kann man mit dem Ausbau einzelner U-Bahn-Verbindungen, dem Einsatz längerer S-Bahn-Züge, einer intelligenten Taktung und dem Teilausbau des Südrings mit einem belastbaren Kostenplan mehr erreichen – und die einzelnen Projektabschnitte für sich solide durchfinanzieren“, so Markus Ganserer.

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