Gewerbegebiet Moser Brücke

Staatsregierung muss zum Waldschutz Stellung beziehen.

Wie bekannt plant der Markt Feucht die Ausweisung des Gewerbegebietes Moser Brücke. Dieses liegt im Bereich des Bannwaldes Lorenzer Reichswald, wo dem Walderhalt Vorrang vor anderen Ansprüchen eingeräumt wird. Zudem ist die Fläche nach dem Regionalplan landschaftliches Vorbehaltsgebiet, nach Waldfunktionsplan hat der Wald eine besondere Bedeutung für die Erholungsnutzung, dient als Immissionsschutzwald und ist als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen. „Die Grünen Marktgemeinderäte können keinen tatsächlichen Bedarf für das zusätzliche Gewerbegebiet erkennen und lehnen den massiven Eingriff in den Naturhaushalt entschieden ab“, so die Feuchter Markgemeinderätin Sabine Meindl.
Nun erhalten Sie Unterstützung von der Landespolitik. Die betroffene Waldfläche ist Staatswald. Deshalb fordert der Nürnberger Abgeordnete und forstpolitische Sprecher der Landtagsgrünen in einer Schriftlichen Anfrage eine klare Stellungnahme der Staatsregierung.
„Nach dem der Bayerische Forstminister das Jahr 2015 zum bayernweiten „Aktionsjahr Waldnaturschutz“ ausgerufen habe, dürfe die Staatsregierung den Plänen für das geplante Gewerbegebiet Moser Brücke auf keinem Fall zustimmen“, so Ganserer.
Der Markt Feucht beabsichtigt die derzeit als Gewerbegebiete ausgewiesenen ehemaligen Muna Fläche im Flächennutzungsplan mit der für das angedachte Gewerbegebiet Moser Brücke benötigten Fläche einfach zu tauschen. Ganserer hegt Zweifel an der Rechtmäßigkeit des hier geplanten Vorgehens und erwartet auch hierzu eine Antwort von der Staatsregierung.

2014_08_12_Schriftliche-Anfrage Gewerbegebiet Moser Brücke

Verwandte Artikel