Bahnkonzept des Bund Naturschutz

Kritik an dem Prestigeprojekt 2. S-Bahn-Röhre in München

 

Das vom Bund Naturschutz am 22.8.14 in München der Presseöffentlichkeit vorgestellte Konzept für Umweltfreundliche Bahnprojekte bestätigt die Kritik der Landtagsgrünen an der 2. S-Bahn-Röhre in München. So lange die Staatsregierung an diesem Prestigeprojekt fest hält, werden zahlreiche Projekte im ganzen Land über Jahre blockiert. Die Durchbindung der Gräfenbergbahn und die Reaktivierung der Hesselbergbahn seine hier als zwei Beispiele aus der Metropolregion Nürnberg aufgeführt.
Obwohl die Stadt Nürnberg der Durchbindung der Gräfenbergbahn über den Nordring und dem Fürther Hauptbahnhof in den Landkreis Fürth im Nahverkehrs Entwicklungsplan einen äußerst positiven Nutzen/Kosten Faktor von 1,57 bescheinigt, wird das Projekt von der Staatsregierung schlecht gerechnet.
Ebenso blockiert die Staatsregierung die Reaktivierung der Hesselbergbahn mit den Strecken von Gunzenhausen nach Nördlingen und von Nördlingen nach Dombühl. Hier wird seit Jahren in den Prognosen um wenige Dutzend Fahrgäste gefeilscht und die Reaktivierung weiter auf die lange Bank geschoben.
„Es ist eine Schande, dass auf beiden Strecken die bestehende Infrastruktur vor sich hin rottet und die umweltpolitisch dringend notwendige Reaktivierung an wenige Millionen € Investitionskosten scheitert, während in München Milliarden vergraben werden sollen“, so der Grüne Verkehrspolitische Sprecher Markus Ganserer.

Selbstverständlich Bedarf das S-Bahn-Netz in München einer weiteren Ertüchtigung. Die Alternativvorschläge unabhängiger Verkehrsplaner und der Landtags-Grünen lägen seit langem auf dem Tisch. Wie der Bund Naturschutz heute erneut bestätigt, wäre mit einem Teilausbau des Südrings für rund 600 Mio. € eine weitaus Kostengünstigere Alternative gegeben. Somit bestünde entsprechend finanzieller Handlungsspielraum um gleichzeitig die vielen kleinen aber ebenso notwendigen Projekte im ganzen Land in Angriff zu nehmen.
Seit 2001 haben sich die geschätzten Baukosten für die 2. S-Bahn-Röhre um über 300 % auf mittlerweile 2,045 Mrd. € erhöht. Weitere Kostensteigerungen liegen nach Meinung der Landtags-Grünen auf der Hand. Selbst die DB AG als Projektträgerin geht mittlerweile in internen Berechnungen von Baukosten in Höhe von 2,4 bzw. 2,57 Mrd. Euro aus.

Die Pressemitteilung und das Bahnkonzept des BN finden sie hier:

 

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