Gewerbegebiet Moser Brücke: Grüne Kritik bestätigt

Antwort des Innenministeriums auf schriftliche Anfrage bestätigt Kritik der Grünen

Es gibt keinen Rechtsanspruch für eine kompensierende Ausweisung des vom Markt Feucht geplanten Gewerbegebietes Moser Brücke, nur weil die derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesenen ehemaligen MUNA-Flächen nicht mehr zur Bebauung zur Verfügung stehen. Dies teilte das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr in seiner Antwort auf die Schriftliche Anfrage des Grünen Abgeordneten Markus Ganserer mit.

Ebenso bestätigte das Innenministerium, dass Teile des ehemaligen MUNA-Geländes als Ausgleichsfläche für den 6-streifigen Ausbau der Autobahn A 6 vorgesehen sind und die Aufforstung der Fläche Nato Site 23 ein Teil des rechtsverbindlichen Sanierungskonzeptes war. Somit  ist es für den Grünen Abgeordneten Ganserer unzulässig, die Umwidmung der ehemaligen MUNA-Flächen zu Wald quasi als Ausgleich zur Ausweisung des Gewerbegebietes Moser Brücke anzurechnen.

Keine Zahlen beim Ministerium über freie Gewerbeflächen im Großraum Nürnberg

Sichtlich enttäuscht zeigt sich Ganserer jedoch darüber, dass das Bayerische Innenministerium nicht in der Lage ist die Anzahl der leer stehenden Gewerbeflächen im Großraum Nürnberg zu beziffern. Sowohl das Bayerische Innenministerium als auch das Umweltministerium sind im Bündnis für  Flächensparen aktiv. Dem Ministerium müsste somit die Datenbank sisby.de des Industrie- und Handelskammertages bestens bekannt sein. Nach Recherche des Bund Naturschutzes waren zum Zeitpunkt 24.2.14 insgesamt 81,71 ha leerstehende Gewerbeflächen allein im Landkreis Nürnberger Land in dieser Datenbank gelistet.

Auf Ausweisung des Gewerbegebietes Moser Brücke verzichten

“Um den Flächenverbrauch ernsthaft zu reduzieren, müssen die verantwortlichen Stellen diesen Leerstand an Gewerbeflächen im Landkreis und in der Metropolregion endlich zur Kenntnis nehmen und auf die Ausweisung des Gewerbegebietes Moser Brücke mitten im Reichswald verzichten.“, so Ganserer.

Da der Markt Feucht derzeit über keinen wirksamen Landschaftsplan verfügt, die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Nürnberger Land einen solchen aber bereits angemahnt hat, sind hier sowohl die Untere Naturschutzbehörde als auch der Landrat gefordert ernsthaft zu prüfen, ob die Änderung des Flächennutzungsplans in dieser Form genehmigungsfähig ist.

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Beitrag vom 25.8.2014  Gewerbegebiet Moser Brücke

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