„Lex Steigerwald“ ist Machtmissbrauch

Forstpolitischer Sprecher der Grünen kritisiert die von der CSU geplante Aufhebung des Buchen-Schutzgebiets im Steigerwald

Der Nürnberger Abgeordnete und forstpolitische Sprecher der Lantagsgrünen kritisiert die geplante „Lex Steigerwald“. „Eine Änderung im Bayerischen Naturschutzgesetz, nur um das vom ehemaligen Bamberger Landrat ausgewiesenes Schutzgebiet kassieren zu können – das ist Machtmissbrauch in alter CSU-Manier“, so Markus Ganserer. Die CSU plant durch Neufassung des Artikels 51 BayNatSchG die Übertragung der Zuständigkeit von den Kommunen auf die Bezirksregierungen.

Als „scheinheilig“ bezeichnet Ganserer, dass parallel zu dem legislativen Winkelzug der CSU-Staatsregierung – der in eine Aufhebung des Schutzgebiets münden soll – Anstrengungen zur Erreichung eines Welterbe-Status forciert werden. „Das ist vergebene Liebesmüh‘, so Ganserer. Den Welterbetitel gibt es nicht zum Nulltarif. Ohne ein entsprechend großes Schutzgebiet für die einzigartigen Buchenwäldes sei die Unesco-Auszeichnung nicht zu bekommen. Dabei würde nicht nur der Tourismus im des nördlichen Landkreis Bamberg vom Welterbetitel profitieren, sondern wäre eine Auszeichnung für die gesamte Metropolregion.

Besonders ärgerlich findet es Markus Ganserer, dass der Kampf der CSU gegen das Schutzgebiet zusammenfällt mit dem durch den CSU-Minister Brunner ausgerufenen Waldnaturschutzjahr 2015. „Naturschutz beschränkt sich bei diesem Forstminister auf auf reine Worthülsen und Hochglanzbroschüren“, so Markus Ganserer.

Frühere Beiträge:

17.06.2014 Buchenschutzgebiet muss bleiben

27.07.2013 Steigerwald

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