Luchspopulation sichern

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Neue Untersuchungsergebnisse zeigen, dass der von einem Anwohner am 29.12.2015 an der Kreisstraße FRG 47 zwischen Schönberg und Oberkreuzberg am Straßenrand tot aufgefundene Luchs nicht überfahren, sondern erdrosselt wurde.

„Dies ist ein weiterer trauriger Fall illegaler Luchstötungen im Bayerischen Wald von mittlerweile einer ganzen Serie unaufgeklärter Naturschutzverbrechen. Der oder die Täter müssen sich sehr sicher fühlen, wenn sie den erdrosselten Luchs unmittelbar neben der Straße ablegen“, so Markus Ganserer, der Jagdexperte der Grünen im Bayerischen Landtag.

Luchspopulation sichern

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Die zuständige Polizeiinspektion Grafenau hat nun die weiteren polizeilichen Maßnahmen übernommen und ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Passau wegen Jagdwilderei, einem Verstoß gegen das Bundesjagdgesetz und einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

„Leider werden immer wieder überfahrene Luchse aufgefunden. Aufgrund des aktuellen Falls ist zu befürchten, dass auch diese Luchse erst nach ihrem Tod auf die Straße gelegt wurden, ein Unfall also nur vorgetäuscht wurde.“, so Markus Ganserer, der diese Fälle in einer schriftlichen Anfrage von der Staatsregierung nochmals genau hinterfragt.

„Die illegalen Tötungen verhindern außerdem auch ein Vernetzen mit anderen Luchspopulationen. Es besteht dadurch die Gefahr der genetischen Verarmung und damit Schwächung der bayerischen Luchspopulation. Ich möchte von der Staatsregierung wissen, was sie dagegen unternehmen wird“, erklärt Ganserer seine Fragen an die Staatsregierung.

Denn für Markus Ganserer ist der Luchs eine Charakter-Art des Bayerischen Waldes. Die Staatsregierung muss deutlich mehr dessen Schutz unternehmen.

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