Nah versorgt – egal wo du in Bayern lebst

Der Staat fördert und sichert gleichwertige Lebensbedingungen und Arbeitsverhältnisse in ganz Bayern, in Stadt und Land. So steht es in der Verfassung.
Doch dazu brauchen wir eine andere Politik für den ländlichen Raum.

In jeder vierten bayerischen Gemeinde gibt es kein Lebensmittelgeschäft mehr. Und in 158 dieser 510 Kommunen nicht einmal mehr einen Bäcker oder Metzger. Die Läden werden größer, aber ihre Zahl schrumpft. Die durchschnittliche Ladenfläche wuchs in den letzten zehn Jahren um 30 Prozent. Die Anzahl der kleinen Geschäfte sank um 40 Prozent. Die Hauptursache liegt im Einzelhandel selbst. Größere Läden sind profitabler, kleinere werden geschlossen.

Aber die CSU-Regierung leistet Beihilfe. Immer mehr große Geschäfte werden genehmigt, oft auf der grünen Wiese. Die kleinen Geschäfte in den Ortskernen machen zu.

Ältere und andere Menschen ohne Auto sind die Verlierer. Diese Entwicklung wollen wir stoppen. Die Gemeinden ohne Einkaufsmöglichkeit brauchen Unterstützung. Etwa durch einen Dorfladen, in dem auch andere Dienstleistungen wie Bankgeschäfte, Postdienste oder eine Arztpraxis angeboten werden können. Eine wichtige Rolle spielt der Öffentliche Verkehr. Eine gute Busverbindung in den Ort mit der nächsten Einkaufsmöglichkeit ist eine große Erleichterung. Wenn vor allem ältere Menschen ohne Auto nicht mehr in die Läden kommen können, dann müssen die Waren eben zu den Menschen kommen. Hier wollen wir Modellprojekte fördern, die eine mobile Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs von Frühstücksbrötchen über Medikamente bis hin zu Bargeld ermöglichen.

Nah versorgt – Positionspapier

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