CSU-Regierung lässt den Waldumbau vertrocknen

Mehr Mittel für Waldumbau notwendig

Bereits seit Jahresanfang 2016 werden für einzelne waldbauliche Maßnahmen wie die Naturverjüngung keine Fördergelder ausbezahlt. Daraufhin habe ich eine Anfrage an die Staatsregierung gerichtet.

Ergebnis:

Die Sturmschäden durch das Orkantief Niklas, das Trockenjahr 2015, die aktuelle Borkenkäfersituation sowie die neue verbesserte waldbauliche Förderrichtlinie haben zu einem deutlichen Anstieg der Förderanträge geführt. Im 1. Halbjahr 2016 wurden 4.814 Anträge zur Wiederaufforstung gestellt. Das sind 130 % mehr als in demselben Zeitraum 2011 bis 2015 durchschnittlich gestellt wurden. Offensichtlich reichen die Fördermittel hinten und vorne nicht aus, um den Bedarf zu decken.

Vom 1.1.16 bis zum 31.5.16 wurden waldumbauliche Maßnahmen mit einer Zahlungsverpflichtung für 2017 in Höhe von mehr als 7 Mio. € bewilligt.
Die Situation hat sich nun weiter zugespitzt. Mit Schreiben vom 2.8.2016 hat das Ministerium die Bewilligung von Maßnahmen weiter eingeschränkt. Maßnahmen der integrativen Waldbewirtschaftung werden bis auf weiteres gar nicht mehr bewilligt.
Der Bedarf für die Förderung von Waldumbau-Maßnahmen wird weiter steigen. Nach Antwort der Staatsregierung müsste in den kommenden Jahren die Umbaufläche von durchschnittlich 6250 ha um 3750 ha und somit um 60% auf 10.000 ha jährlich steigen, um das selbst gesteckte Ziel zu erreichen.

Fazit:

Die CSU Regierung lässt den Waldumbau vertrocknen.
Die sechs Millionen Euro mehr im Doppelhaushalt für den Umbau labiler Wälder in klimatolerante Mischwälder werden definitiv nicht reichen. Hier werden dringend mehr Mittel benötigt.
Wir gehen daher auch mit dem ganz klaren Ziel in die kommenden Haushaltsverhandlungen, mehr Mittel für die Waldbauförderung im Doppelhaushalt 2017/2018 bereit zu stellen.

Schriftliche Anfrage zum Waldumbau in Bayern

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