Durchgangsstraße in Uffenheim

Schwarzer Freitag

Verkehrsentlastung für Uffenheim, Gollhofen und Rudolzhofen in weiter Ferne

Die heutige Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans 2030 im Deutschen Bundestag ist für die EinwohnerInnen von Uffenheim, Gollhofen und Rudolzhofen eine ganz schlechte Nachricht. Denn im dazugehörigen Ausbaugesetz ist der Neubau der Bundesstraße 13 östlich der Gemeinden vorgesehen – allerdings unter der Rubrik „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“.

In der Antwort auf die Schriftliche Anfrage des Mittelfränkischen Abgeordneten und Verkehrsexperten der Landtagsgrünen Markus Ganserer gibt das CSU geführte Staatsministerium für Verkehr unumwunden zu, dass diese Einstufung bedeutet dass in den nächsten mindestens 15 Jahren gar nichts passieren wird.

Denkbar schlechteste Lösung

Wie Ganserer nun erfahren hat dürfte der Flächenverbrauch noch großer sein als bisher angenommen. Laut Staatsregierung wird Im Projekt-informationssystem des Bundes (PRINS) zwar eine Flächeninanspruch-nahme von 29,3 ha aufgeführt, bei der Bedarfsplananmeldung wurden jedoch noch keine flächenrelevanten Betrachtungen z. B. des Begleitwege-netzes, für Knotenpunkte, für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, Entwässerungsanlagen, Seitenentnahmen usw. angestellt.
Ruth Halbritter, Stadträtin von Uffenheim: „Die Umgehung ist daher auch aus Sicht der Landwirtschaft die denkbar schlechteste Lösung, weshalb diese von den betroffenen Landwirten zurecht abgelehnt wird.“

Jetzt schnell Alternative in Angriff nehmen

Dabei hat die Stadt Uffenheim bereits eine gute Alternative vorgeschlagen. Der Durchgangsverkehr aus Richtung Ansbach nach Norden zur Autobahn 7 bzw. in umgekehrter Richtung soll über die bestehende Verbindungsstraße zwischen der Autobahnanschlussstelle Uffenheim-Langensteinach und der Verbindungsstraße nach Neuherberg zur Bundesstraße 13 geleitet werden. Diese Maßnahme könnte sofort in Angriff genommen werden. Darüberhinaus hat diese Lösung weitere Vorzüge.
„Selbst mit den dafür notwendigen baulichen Maßnahmen an der Verknüpfung der Kreisstraße mit der B 13 bei Neuherberg sowie an der Anbindung der Kreisstraße an die Staatsstraße 2419 östlich der Anschlussstelle Uffenheim-Langensteinach an der A 7 wäre diese Maßnahme sicher deutlich günstiger und mit weniger Flächenverbrauch zu haben.“ so Ganserer.

Bedauerlicherweise hat sich das Staatsministerium, wie aus der Antwort auf die Anfrage von Ganserer hervorgeht, bisher nicht mit einer schnell zu realisierenden Alternativlösung befasst. Für Ganserer ist es jedoch absolut inakzeptabel, dass sich die CSU-Regierung nach eigener Auskunft aber auch in absehbarer Zeit nicht mit Alternativen befassen will. Ganserer: „Die Bevölkerung von Uffenheim, Gollhofen und Rudolzhofen darf nicht auf Jahrzehnte vertröstet und bis dahin allein in Lärm und Abgasen leben gelassen werden.“

Seine Parteikollegin Halbritter pflichtet ihm bei: „Es ist unvorstellbar, dass vermutlich die Kinder, die heute mit ihren Büchertaschen auf den schmalen Gehsteigen am Brauereiberg laufen während die LKWs vorbei brettern vermutlich ihren eigenen Kindern den gleichen gefährlichen Schulweg zumuten müssen, weil Jahrzehnte nichts passieren soll. Ganz zu schweigen von dem weiteren Wertverfall der Wohnimmobilen auf Grund der Belastungen von Lärm- und Feinstaub und Erschütterung.“
Ganserer will daher weitere parlamentarische Initiativen im Landtag ergreifen und die Staatsregierung auffordern, jetzt den Auftrag zu erteilen, die aufgezeigte Alternativroute zu untersuchen und Realisierungsvorschläge wie dargelegt auszuarbeiten.

Gemeinsame Pressemitteilung vom 2. Dezember 2016 von Markus Ganserer, MdL und Ruth Halbritter, Stadträtin Uffenheim, Kreisrätin Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Schriftliche Anfrage mit Antworten – B13 in Uffenheim

Übersichtslageplan aus der Projektanmeldung zur BVWP-Fortschreibung – Anlage 1

Übersichtshöhenplan aus der Projektanmeldung zur BVWP-Fortschreibung – Anlage 2

Verwandte Artikel