Weichenstellung für Ausbau

S-Bahn Nürnberg

Pressemitteilung vom 3. Februar 2017

„Der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags hat in der Sitzung am Donnerstag, den 2.2.2017, erste Weichenstellungen für den weiteren Ausbau des S-Bahn Netzes Nürnberg Stufe 3 vorgenommen.“, freut sich Markus Ganserer, Nürnberger Landtagsabgeordnete der GRÜNEN.
Die beiden Anträge des Verkehrsexperten wurden in geänderter Fassung einstimmig angenommen.

Planungsvereinbarung für Sektor Nordost gefordert

Für den Sektor Nordost, dies betrifft die rechte Pegnitzstrecke zwischen Nürnberg und Neuhaus an der Pegnitz sowie die Strecke nach Simmelsdorf-Hüttenbach, soll nun eine Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn geprüft werden. Ganserer hätte sich zwar gewünscht, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden und gleich eine Finanzierungsvereinbarung gefordert wird.
„Entscheidend ist, dass wir einen Schritt weiter Richtung Realisierung gekommen sind.“, bewertet Ganserer die Entscheidung.
Für den Korridor Nordost wurde in einer ersten Untersuchung ein Nutzen-Kosten-Indikator in Höhe von 1,29 ermittelt. Allerdings ist hierfür die Voraussetzung, dass die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Marktredwitz über den Bundesverkehrswegeplan mit Mitteln des Bundes finanziert wird.
Der neue BVWP wurde Anfang Dezember 2016 vom Bundestag verabschiedet, die Elektrifizierung ist im vordringlichen Bedarf enthalten.

Korridorstudie West wird überarbeitet

Die Korridorstudie West soll für die Schienenstrecken nach Neustadt an der Aisch, Markt Erlbach und Cadolzburg noch einmal überarbeitet werden. Die Untersuchung von 2014 hatte damals ergeben, dass aufgrund der hohen Auslastung der Strecke für einen S-Bahn-Verkehr zumindest abschnittsweise ein drittes Gleis erforderlich wäre. Der errechnete Nutzen hätte jedoch nicht ausgereicht, um die Investition für ein zusätzliches Gleis zu rechtfertigen. Auch hier haben sich die Vorzeichen geändert. Der Bau eines dritten Gleises zwischen Fürth Hauptbahnhof und Siegelsdorf ist als Maßnahme im vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan verankert
und wird vom Bund bezahlt.

Die Forderung nach dem Ausbau Stufe 3 existiert bereits seit Jahrzehnten. Der Regionalplan mit Fortschreibung von 2005 beinhaltet das Ziel, dass Planung, Ausbau und Betrieb des Nahverkehrsnetzes im S-Bahn-Standard auf den Bahnstrecken Nürnberg (Neustadt a. d. Aisch, R 8), Fürth-Cadolzburg und auf der rechten Pegnitzstrecke angestrebt werden soll.

Nicht zuletzt erheben auch die Industrie- und Handelskammern in der Metropolregion seit Jahren die Forderung nach Realisierung der Ausbaustufe 3.

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