GRÜNER Dienstwagen-TÜV

Schlechte Noten für die Staatsregierung

Erhebliche Mängel insbesondere im Bereich Elektromobilität

„Bei der Umstellung des Fahrzeugparks der staatlichen Behörden auf verbrauchsarme und saubere Fahrzeuge fährt die CSU-Regierung mit angezogener Handbremse“, so Markus Ganserer. Besonders klimaschädliche Spritschlucker wurden im Jahr 2016 beim Gesundheitsministerium mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 145 g CO2/km neu angeschafft, gefolgt vom Bayerischen Finanzministerium mit 142g. Ab 2020 gilt ein Grenzwert von 95g CO2/km für Neuzulassungen für alle PKW-Hersteller. Doch diesen Wert haben von 2.485 neu angeschafften Fahrzeuge gerade einmal 80 Fahrzeuge unterschritten.

„Die CSU-Regierung tut zu wenig und hat keine Strategie, den Flottenverbrauch der Dienstfahrzeuge systematisch zu reduzieren. Dabei hätte gerade die Öffentliche Hand als ein großer Flottenbetreiber Vorbildfunktion.“

Besonders schlechte Noten erteilt Ganserer der CSU-Regierung im Bereich Elektromobilität. In der Theorie hören sich die Absichtserklärungen der CSU-Regierung ja ganz passabel an. So hat der Bayerische Landtag auf Antrag der CSU beschlossen, den Anteil an Elektrofahrzeugen bei Neuzulassungen auf 20 % zu erhöhen.

„Doch bei der praktischen Fahrprüfung ist die CSU-Regierung erneut durchgefallen.“ Gerade einmal 12 reine Elektrofahrzeuge wurden neu beschafft. Dies entspricht bei 2.485 neu gekauften Fahrzeugen einem Anteil von knapp 0,5 %. Zählt man die Hybridfahrzeuge hinzu, so bleibt es immer noch bei einem mageren Wert von 1,4 %.

Markus Ganserer: „Elektromobilität schützt nicht nur Klima und Umwelt. Sie ist letztlich die Lebensversicherung für die deutsche Automobilindustrie. Es muss deshalb von hohem Interesse für die Bayerische Staatsregierung sein, die Elektromobilität wo immer möglich zu nutzen und zu fördern. Bei derzeit 34.000 Elektroautos deutschlandweit kann ein Land mit einem Fahrzeugbestand von 12.000 dem Markt einen schönen Schub geben.“

Aber auch im Bereich der Ladesäulen ist die Strategie der CSU-Regierung derzeit nicht fahrbereit. Zwar hat das Kabinett erst kürzlich beschlossen, dass an Behördenstandorten bayernweit 190 Ladesäulen aufgebaut werden sollen. Dies ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

„Wenn der E-Mobilität wirklich zum Durchbruch verholfen werden soll, dann müssen zukünftig an jeder Dienststelle nicht nur die Dienstfahrzeuge aufgetankt werden können, sondern auch den Beschäftigten eine Lademöglichkeit zur Verfügung stehen“, so Markus Ganserer.

„Bei diesem Ergebnis wird die CSU-Regierung nächstes Jahr noch einmal zur Nachprüfung erscheinen müssen.“

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