S-Bahn-NightLiner abgeschmettert

Petition des Verkehrsclubs Deutschland in Nürnberg gescheitert

„Einmal mehr zeigt sich, dass die CSU für einen attraktiven Nahverkehr für die Bevölkerung nichts übrig hat“, kommentiert der Verkehrsexperte Markus Ganserer die heutige Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags. Dort hat die CSU-Mehrheit die Petition des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) für einen S-Bahn-Nachtverkehr für das S-Bahn-Netz Nürnberg abgeschmettert.

Der S-Bahn-Nachtverkehr auf allen fünf Linien im Nürnberger S-Bahn-Netz umfasst laut Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft gerade einmal 2 Prozent der gesamten bestellten 7.212.718 Zugkilometer. Die Kosten für den Betrieb würden sich auf gut eine Million Euro pro Jahr belaufen. Angesichts der vom Freistaat Bayern auf die hohe Kante gelegten Regionalisierungsmittel vom Bund in Höhe von mindestens 650 Millionen Euro ist diese Entscheidung der CSU nicht nachvollziehbar.

In den Europäischen Metropolregionen Frankfurt, Hamburg, Berlin ist der Wochenendnachtverkehr längst selbstverständlich. Die Metropolregion Nürnberg hat hier das Nachsehen und wird auf absehbare Zeit hinterherhinken. „Das müssen sich die Neinsager vorwerfen lassen!“

Der Nachtverkehr würde die Attraktivität der Öffentlichen Verkehrsmittel, aber auch der gesamten Metropolregion Nürnberg deutlich steigern. So könnte die Region mit ihrem vielfältigen kulturellen Angebot zusammenwachsen. Gerade junge Leute wären dann beim Ausgehen nicht auf Autofahrten angewiesen. Und es würde ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet: Wenn auch nur ein einziger Disco-Unfall verhindert würde, wäre das den Auftrag für die Nachtverkehre schon wert gewesen!

„Ich werde mich auch im neuen Bayerischen Landtag für die Menschen in der Metropolregion einsetzen“, sagt der Nürnberger Abgeordnete Markus Ganserer.

Download: Flugblatt S-Bahn-Nightliner von Markus Ganserer MdL

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