Starke grüne Politik für Mittelfranken

MÜNCHEN – Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat ihre Sprecher*innen gewählt und die Ausschusssitze zugeordnet.

Zuständigkeiten der sechs mittelfränkischen Abgeordneten

„Die Stimme für die Betriebe und deren Belange zu sein – das ist Teil meiner Aufgabe. – Ich spreche und verstehe die Sprache aus der Praxis“ sagt Barbara Fuchs mit Blick auf ihr politisches Fachgebiet. Die Fürtherin Barbara Fuchs ist die wirtschaftspolitische Sprecherin und Mittelstandsbeauftragte ihrer Fraktion und wird ihre langjährige berufliche Erfahrung aus der betrieblichen Praxis in die Wirtschaftspolitik der Grünen einbringen.
Die Unterstützung kleiner und mittlerer Betriebe, Anerkennung und Wertschätzung für handwerklichen Berufe und duale Ausbildung liegen ihr am Herzen.
Zukünftig ist sie Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzfragen. Der Haushaltsausschuss zählt zu den wichtigsten Landtagsausschüssen, hier wird festgelegt, wofür finanzielle Landes- und Fördermittel fließen. Von den sechs Mittelfranken wurde Fuchs als interne Koordinatorin bestimmt – das Ziel: eine gemeinsame, strukturierte und zielgerichtete, starke grüne Politik für Mittelfranken.

Markus Ganserer freut sich, dass er seine Arbeit für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst nun auch als designierter Stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Fragen des Öffentlichen Dienstes fortführen darf: „Ohne eine leistungsfähige und bürgernahe Verwaltung ist kein guter Staat zu machen.“ So Ganserer. Nach seinem öffentlichen Coming-out als Transgender wird sich Ganser zukünftig als Queerpolitischer für eine vollständige Gleichstellung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle und Queers (LSBTIQ*) in Bayern einsetzen. „Wir müssen einen Aktionsplan für Antidiskriminierung, Gleichstellung und Akzeptanz sexueller Vielfalt auflegen, um alltägliche Diskriminierung, Intoleranz und Anfeindungen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen zu beenden.“

Verena Osgyan, wurde als stellvertretende Fraktionsvorsitzende gewählt und ist in der grünen Landtagsfraktion weiterhin für die Wissenschafts- und Hochschulpolitik zuständig: „Gerade im Zuge der Neugründung der Technischen Universität Nürnberg werde ich mich hier mit vielen Fragen beschäftigen, die die Weiterentwicklung der Hochschulen in der Metropolregion beschäftigen“, so Osgyan. Als Mitglied im zuständigen Ausschuss für Wissenschaft und Kunst will sie sich zudem für die Förderung der Kunst- und Kulturszene in Nürnberg und in ganz Mittelfranken stark machen. Ihr sind weiterhin die Themen Bildungsgerechtigkeit, Integration und Bürgerrechte ein Herzensanliegen.

Der Feuchtwanger Abgeordnete Martin Stümpfig wurde in seiner Position als Sprecher für Energie und Klimaschutz bestätigt. Auch als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung wurde er erneut benannt.
„Ich bin sehr froh, dass ich mein Herzensanliegen Klimaschutz weitere fünf Jahre für meine Fraktion vertreten darf. Die Notwendigkeit bei der Energiewende die richtigen Weichen zu stellen, ist gerade nach diesem Dürrejahr allen klar. Jetzt gilt es auch tatsächlich eine handfeste Politik daraus zu machen. Dafür werde ich mich als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Landesplanung, Medien und Digitalisierung stark machen. Für unsere Region werde ich mich über meine Fachthemen hinaus speziell im Thema Gesundheit, Bildung und Erhalt unserer Heimat einsetzen. Als Oppositionsführer kommt auf meine Partei eine neue und wichtige Aufgabe zu, die ich sehr gerne wahrnehme. “ so Stümpfig

Sabine Weigand ist ab sofort Sprecherin für Denkmalschutz und Mitglied im Bayerischen Denkmalschutzrat. Als promovierte Historikerin und mit vielfältigen Erfahrungen im Umgang mit Baudenkmälern als langjährige Vorsitzende des Schwabacher Geschichts- und Heimatvereins bringt sie dafür die nötige Expertise mit. Darüber hinaus hat sie einen Sitz im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, erklärt die Schwabacherin, „und ich werde all meine Kraft und Energie in eine erfolgreiche politische Arbeit stecken.“

Als Sprecher für Landesplanung und für Tourismus freut sich der Erlanger Geograph Christian Zwanziger auf die Arbeit im Parlament.
Das Landesentwicklungsprogramm (LEP) und das Landesplanungsgesetz sind für Zwanziger unersetzlich, um gleichwertige Lebensbedingung in ganz
Bayern zu schaffen und übergeordnete Ziele, die dem Allgemeinwohl  dienen, zu erreichen. „Wir werden die neue Staatsregierung daran messen
ob sie beispielsweise beim Flächenverbrauch Farbe bekennt, oder ob es bei reinen Lippenbekenntnissen bleibt.“ Der Tourismus biete für die alle Regionen Bayerns viele Chancen. „Zukunftsfähiger Tourismus erhält die Natur und zerstört sie nicht. Und die Wertschöpfung muss bei den Menschen vor Ort ankommen.“

Verwandte Artikel