Reichswaldgespräche -Neun Jahre Forstreform

 

Markus Ganserer Diskutierte am Reichswaldfest am Schmausenbuck mit den KandidatInnen der Anderen Partein über die Forstrefrom

Markus Ganserer diskutierte beim Reichswaldfest am Schmausenbuck mit den KandidatInnen der anderen Partein über die Forstrefrom.

Seit der damalige Forstamtsleiter und spätere Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Karl Friedrich Sinner, in den 80`er Jahren mit dem Waldumbauprogramm begann, hat der „Steggerlaswald“ sein Gesicht deutlich verändert. Der Laubholzanteil nimmt seit dem kontinuierlich zu.

Die Wälder rund um Nürnberg waren bereits im 14. Jahrhundert wegen des immensen Holzbedarfs der Stadt stark übernutzt. Der Nürnberger Patrizier, Peter Stromer erkannte die Gefahr, die von einer Verknappung der Holzversorgung ausging.  Mit seinen »Tannensaaten« setzte Peter Stromer bereits 1368 den forstlichen Nachhaltigkeits Gedanken im Nürnberger Reichswald um. Um 1892 wurde der Reichswald von einer der größten Katastrophen der deutschen Forstgeschichte heimgesucht, bei der ein Drittel der Waldfläche vom Kiefernspanner total vernichtet wurde.

Um den Reichswald war es folglich in der Vergangenheit schon mal schlechter bestellt. Doch seit der Forstreform wurden massiv Waldarbeiter und Förster Stellen abgebaut. Die Waldfläche die heute ein Förster zu betreuen hat, ist deutlich größer geworden. Der Druck auf das Personal steigt. Mittlerweile muss der Staatswald jährlich 70 Mio. € Gewinn an den Finanzminister abliefern. Ein zunehmender Anteil der Holzernte erfolgt heute mit Erntemaschinen.

Wir Grünen lehnen einen maschinengerechten Wald ab. Doch dafür braucht es wieder mehr Menschen die Sich um den Wald kümmern. Der Arbeitsstellen Abbau im Forst muss deshalb beendet werden.

Die größte Gefahr für den Reichswald geht aber heute nicht direkt von der Waldbewirtschaftung aus , sondern von den geplanten Eingriffen in den Wald. Sei es die geplante Nordanbindung, der Sandabbau am Birkensee, die geplante Autobahn Rastanlage bei Moosbach oder das drohende Industriegebiet im Hafenwald. An allen Ecken und Enden drohen erhebliche Eingriffe in den Bannwald.

Verwandte Artikel