Keine Millionen für den LKW-Transit durch Nürnberg! Grafik: Gerd Bauer.

Frankenschnellweg: Stadt Nürnberg verstrickt sich in Widersprüchen

Markus Ganserer zu den Erwiderungen von Bürgermeister Förther:

Keine Millionen für den LKW-Transit durch Nürnberg! Grafik: Gerd Bauer.

Keine Millionen für den LKW-Transit durch Nürnberg! Grafik: Gerd Bauer.

Anstatt jetzt im Nachhinein zu versuchen, die Planänderung zur Bauzeitlichen Verkehrsführung am Frankenschnellweg zu rechtfertigen, wäre es deutlich besser gewesen, diese vorher offen zu legen und den betroffenen Bürgern auch rechtliches Gehör zu gewähren, so Ganserer.

Eine offene Bürgerbeteiligung sieht jedenfalls anders aus.

Die Erwiderungen von Bürgermeister Förther machen deutlich, dass die Stadt Nürnberg offensichtlich bei dem geplanten Prestigeprojekt noch jede Menge Überzeugungsarbeit und Klärungsbedarf nötig hat.

Doch dann sollte die Stadt Nürnberg auch nicht ständig versuchen die Tatsachen zu verdrehen. Die Stadt Nürnberg selbst schreibt, die Lichtsignalanlagen an der Ausleitungsstrecke wären überlastet, wenn der gesamte Verkehr darüber abgewickelt werden müsste. Um den Leistungsfähigkeitsnachweis rechnerisch erbringen zu können, wurde dann angenommen, dass sich 15 Prozent des Verkehrs über die Autobahnumfahrung umleiten lassen. Nur Tatsache ist auch, dass die Stadt Nürnberg in ihrer Verkehrsprognose selbst zu dem Ergebnis kommt, dass der Durchgangsverkehr (von Autobahnkreuz zu Autobahnkreuz) nur 5,4 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens am FSW ausmachen würde. Und eben nur diese Verkehre würden sich auch auf der Autobahn um die Stadt herum führen lassen.

Die Annahmen der Stadt Nürnberg sind in diesem Punkt äußerst widersprüchlich und dürfen daher völlig zu Recht in Zweifel gezogen werden.

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