Den Flächenfraß stoppen

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Mit Tilman Kuhl, Direktkandidat in Schwabach und
dem Naturschutz Experten der Landtagsfraktion Dr. Christian Magerl
beim Besuch einer gelungenen Ausgleichsfläche in Schwabach

 

Vom Altmühltal über den Reichswald, den Aischgrund bis hinauf in den Steigerwald Mittelfranken ist reich an Naturschönheiten. Aber die Wahrheit ist auch eine Andere: Es blüht keine Flachs-Lichtnelke mehr, denn sie ist bei uns bereits ausgestorben. Andere rote Listen Arten wie das Arnolds Habichtskraut kommen nur noch an wenigen Stellen vor. Das Artensterben schreitet weiter voran. Unsere Dorfkerne und unsere Kulturlandschaft werden mit Aldi, Lidl, Norma, Wellblechhütten verschandelt.

Beim Flächenverbrauch ist Mittelfranken spitze unter den sieben Bayerischen Bezirken. Von 1984 bis 2009 hat die Siedlungs- und Verkehrsfläche um 22 676 Hektar zugenommen. Jährlich wird in Mittelfranken Natur so groß wie der Brombachsee für Siedlung und Verkehr verbaut. Das entspricht der Fläche von rund 30 durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betrieben, die dadurch platt gemacht werden. Den Landwirten wird damit die Lebensgrundlage, ja sprichwörtlich der Boden unter den Füßen weg gezogen. In den letzten Moaten wurden nun auch die Ausgleichsregelungen aufgeweicht.

Ich sage: Niemand benötigt Ausgleichsflächen, es sei denn jemand verursacht einen Eingriff in den Naturhaushalt. Der Flächenfraß ist ein bisher nicht gelöstes Umweltproblem, welches wir dringend in Angriff nehmen müssen.

Hier finden Sie den Zeitungsbericht im Schwabacher Tagblatt

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