Hochwasserschutz an der frei fließenden Donau

17062013(001)

Als freiwilliger Helfer im Katastrophengebiet in Natternberg bei Deggendorf. In dem Haus hinter mir stand das Wasser über 2 Meter hoch.

Die Folgen des Klimawandels und der Verlust an Artenvielfalt belasten unsere Volkswirtschaft langfristig mehr als die Weltfinanzkrise. Das Hochwasser 2013 war nun das vierte „Jahrhunderthochwasser“ in 14 Jahren (Pfingsten 1999 und August 2002 bzw. 2005). Mit einem Schaden von mehr als 12 Mrd. Euro ist es die teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten in Deutschland. Die Natur weist uns in die Schranken und holt sich die Fläche zurück, die wir ihr genommen haben.

Als Freiwilliger war ich im Katastrophengebiet bei Deggendorf, um den Flutopfern bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Die menschlichen Schicksale, die immensen Schäden, aber ebenso auch der selbstlose Einsatz von Tausenden freiwilligen Helfern haben mich tief bewegt. In Deggendorf haben die Renovierungsarbeiten begonnen.

Den Menschen an der frei fließenden Donau wurde über Jahrzehnte ein Hochwasserschutz verwehrt, weil ihn die CSU untrennbar an den Bau der Staustufe an der Mühlhammer Schleife geknüpft hat.

28072013(001)

Bei der Paddelbootstour der Grünen Landtagsfraktion auf der frei fließenden Donau

Bei Pförring im Landkreis Eichstätt wurde nach langem Streit auf Druck der Landwirte und der CSU eine Deichrückverlegung gestoppt. Dafür ließ sich Horst Seehofer von seiner CSU wie einen Helden feiern.

Die politische Aufarbeitung der Katastrophe steht noch aus und muss dringend erfolgen.

Und wir müssen den Flüssen wieder mehr Raum geben.

 

 

 

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