Lärm macht Krank

DNachtflugplakater von Verkehr, Industrie und Freizeitaktivitäten verursachte Lärm stellt eines der wichtigsten lokalen Umweltprobleme in Europa dar (Grünbuch der EU-Kommission: KÜNFTIGE LÄRMSCHUTZPOLITIK, 1996)

Obwohl in die der EU Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm die Erstellung von Lärmkarten und Lärmaktionsplänen u.a. für die Flughäfen mit mehr als 50.000 Flugbewegungen pro Jahr vorgesehen ist, ist in Bayern bislang nichts geschehen. Nach § 47d BlmSchG mussten bis zum 30. Juni 2007 Lärmkarten und bis zum 18. Juli 2008 Lärmaktionspläne erstellt werden. Der Antrag der Grünen endlich Lärmaktionspläne für die Flughäfen München und Nürnberg zu erstellen wurde von CSU und FDP abgelehnt.

Der Flughafen Nürnberg liegt sehr nahe an der Stadt. Das ist zwar in vielerlei Hinsicht ein Standortvorteil. Dadurch sind in Nürnberg mehr Menschen vom nächtlichen Fluglärm betroffen als in München. Die Grünen fordern daher schon seit Jahren ein Nachtflugverbot für München und Nürnberg.

Der Antrag der Grünen wurde aber  nicht nur von der Schwarz-Gelben Regierung sondern auch von den Sozialdemokraten abgelehnt.

Wenn man nun berücksichtig, dass in Nürnberg über 4000 Menschen einem nächtlichen Fluglärmpegel von über 55 dB(A) ausgesetzt sind und man aus nationalen und internationalen Studien zur Lärmwirkungsforschung weis, dass der dringende Verdacht besteht, dass Dauerschallpegel ab 40 – 44 dB(A) Menschen nachhaltig schädigt, kann man sich leicht ausrechnen, was die Staatsregierung unter „angemessenem Schutz vor Lärm“ versteht. Nämlich nichts.

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